Wenn Ihr Kind das erste Mal ausser Haus übernachtet, z. B. bei den Grosseltern, bei Freunden oder einem zuverlässigen Babysitter, ist dies für alle Beteiligten eine Herausforderung. Als Elternteil fühlen Sie sich unter Unständen schuldig, dass Sie Ihr Kind „im Stich lassen“. Ihr Sohn oder Ihre Tochter kann durch die Veränderungen durcheinander sein und in Aufregung geraten, weil Mama und Papa nicht da sind. Diese Gefühle sind vollkommen normal. Hier einige Tipps, wie Sie das leidvolle Gefühl des Heimwehs sowohl für sich als auch für Ihr Kind möglichst gering halten.
Besuchen Sie gemeinsam die andere Betreuungsperson. Nehmen Sie das Lieblingsspielzeug Ihres Kindes mit. Gehen Sie nach draussen und machen Sie einen kurzen Spaziergang bevor Sie wieder hineingehen, während die andere Betreuungsperson mit Ihrem Kind spielt. Verlängern Sie bei den folgenden Besuchen die Trennungszeit jedes Mal ein wenig. Gehen Sie einkaufen oder einfach nur einen Kaffee trinken. Sie gewöhnen sich daran, von Ihrem Kind getrennt zu sein und Ihr Kind kann sich an die neue Betreuungsperson gewöhnen.
Ihr Kind spürt Ihre Beunruhigung, wenn Sie sich nicht wohl dabei fühlen, es bei jemand anderem zu lassen. Wenn Sie sich nicht wohl dabei fühlen, dann tun Sie es nicht. Sprechen Sie über Ihre Gefühle mit Ihrem Partner, einem Freund oder Ihrem Arzt. Sorgen Sie dafür, dass die andere Betreuungsperson jemand ist, dem Sie 100%ig vertrauen.
Erklären Sie Ihrem Kind, dass es in Ordnung ist, von zuhause fort zu sein und dass es bald wieder zurück sein wird. Seien Sie sanft, aber bestimmt: Zeigen Sie, dass Sie der Betreuungsperson vertrauen, indem Sie konsequent bleiben und Ihre Pläne nicht ändern, insbesondere nicht auf einen Wutanfall hin.
Wenn Sie Ihr Kind anrufen möchten, tun Sie dies zur vereinbarten Zeit und seien Sie dabei konsequent. Machen Sie keine unvorhergesehenen Kontrollanrufe. Vereinbaren Sie eine bestimmte Vorgehensweise mit der Betreuungsperson.