Kinder brauchen Stabilität. Bisweilen ist es jedoch nicht möglich, die Dinge so unverändert zu lassen, wie sie es gerne hätten. Ein Umzug kann sowohl für die Kinder als auch für die Eltern eine schwierige Zeit sein.
Je nach Alter des Kindes kann es hilfreich sein, mit ihm über die Umzugspläne zu sprechen. Erklären Sie, warum Sie umziehen und was dies bedeutet. Wenn möglich, sehen Sie sich mit Ihrem Kind das neue Zuhause an. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie dem Umzug positiv gegenüberstehen: Suchen Sie gemeinsam neue Spielplätze, Parks und Geschäfte. Versuchen Sie, Ihr eigenes Gefühl von Stress oder Nervosität nicht auf Ihr Kind zu übertragen. Kinder verfügen über eine ausgeprägte Fähigkeit, Emotionen wahrzunehmen und spüren Ihre Gefühle rasch.
Lassen Sie Ihr Kind an den Vorbereitungen teilhaben. Geben Sie ihm eine besondere Kiste für Spielzeug, Decken und andere Lieblingsteile. Treffen Sie Vorkehrungen, um sicher zu stellen, dass der regelmässige Tagesablauf Ihres Kindes so wenig wie möglich gestört wird. Die Essens- und Schlafzeiten sollten so normal wie möglich sein. Bitten Sie andere Erwachsene um Hilfe, damit Sie Ihre normale Routine beibehalten können.
Lassen Sie Ihr Kind im neuen Zuhause an der Gestaltung seines neuen Zimmers teilhaben. Packen Sie das Lieblingsspielzeug so schnell wie möglich aus und dekorieren Sie den Raum mit bekannten Teilen. Sorgen Sie weiter dafür, dass die regulären Essens- und Schlafzeiten Ihres Kindes eingehalten werden.
Wenn möglich, laden Sie die Freunde Ihres Kindes bereits frühzeitig zu einer „Kinder-Einweihungsparty“ in das neue Zuhause ein. Dadurch empfindet Ihr Kind das neue Zuhause noch stärker als positive Erfahrung. Hören Sie Ihrem Kind zu und respektieren Sie seine Gefühle, insbesondere was die Erinnerungen an das alte Zuhause betrifft. Kinder müssen Verluste erfahren und verstehen, dass diese ein normaler Bestandteil des Lebens sind.