Disaccharid
Zucker, der aus zwei Monosacchariden (Einfachzuckern) besteht; das Disaccharid Saccharose besteht zum Beispiel aus den Monosacchariden Glucose und Fructose.
Fructose
Einfachzucker (Monosaccharid), der in vielen Nahrungsmitteln, insbesondere in Früchten, vorkommt. Fructose wird auch Fruchtzucker genannt.
Glucose (Traubenzucker)
Einfachzucker (Monosaccharid), das als Hauptenergiequelle im Körper dient. Es ist ein Baustein vieler Kohlenhydrate. Der Körper gewinnt die Glucose mithilfe von bestimmten Enzymen. Glucose wird mit dem Blutkreislauf zu jeder Zelle transportiert. Die Zellen können Glucose jedoch nur mithilfe des Insulins nutzen. Glucose wird auch als Dextrose bezeichnet.
Glycogen
Kohlenhydrat (auch als Speicherzucker bezeichnet), das in der Leber und den Muskeln gespeichert wird. Glycogen dient als „Brennstoff“ bei körperlicher Aktivität. Im Allgemeinen reichen die Glykogenspeicher im Muskel aus, um ca. 60-90 Minuten intensive körperliche Bewegung durchzuhalten.
Glykämischer Index
Der glykämische Index (GI) ist ein quantitatives Mass für die Einstufung von Nahrungsmitteln entsprechend ihrer Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. Kohlenhydrate, die bei der Verdauung schnell gespalten werden und eine rasche Freisetzung von Glucose in den Blutkreislauf bewirken, haben einen hohen GI; Kohlenhydrate, die langsamer gespalten werden und Glucose gleichmässig in den Blutkreislauf freisetzen, haben einen niedrigen GI. Der GI von PalatinoseTM ist sehr viel niedriger (GI von Palatinose = 32) als der von z. B. Saccharose (Haushaltszucker, GI = 67).1
Referenzwerte:
Hoher GI: ≥ 70;
Mittlerer GI: 56-69;
Niedriger GI: ≤ 55;
Sehr niedriger GI: < 40.
1 Sydney University’s. Glycaemic Research Service (SUGiRS) (2002) Glycaemic Index Report-Isomaltulose. Unpublished. See also: Sydney University: GI Database at www.glycemicindex.com
Hyperglykämie
Hoher Blutzuckerspiegel, bei dem übermässig viel Glucose im Blut zirkuliert. Eine vorübergehende Hyperglykämie hat keine schädlichen Auswirkungen. Eine chronische Hyperglykämie mit mehr als nur leicht erhöhten Werten kann jedoch mit den Jahren zu einer Reihe sehr unterschiedlicher schwerer Komplikationen führen, darunter Schädigung von Nieren, Nerven, Herz-Kreislaufsystem, Netzhaut usw. Bei Diabetes mellitus (der bei weitem häufigsten Ursache einer chronischen Hyperglykämie) besteht das Ziel der Behandlung darin, den Blutzuckerspiegel möglichst im Bereich der Normalwerte zu halten, um schwerwiegende langfristige Komplikationen zu vermeiden.
Hypoglykämie
Niedriger Blutzuckerspiegel, der eine Reihe von Symptomen und Effekten verursachen kann; die Hauptprobleme entstehen jedoch durch die unzureichende Versorgung des Gehirns mit Glucose, so dass es zu Funktionsstörungen kommt. Die Auswirkungen können von leichten Verstimmungen (depressive Stimmung) bis zu schweren Problemen wie Bewusstlosigkeit und (selten) einer dauerhaften Hirnschädigung oder Tod führen. Eine Hypoglykämie kann durch eine zu geringe Aufnahme von Kohlenhydraten verursacht werden oder dadurch, dass der während intensiver oder lang dauernder sportlicher Aktivitäten anhaltend hohe Glucosebedarf nicht kontinuierlich gedeckt werden kann.
Insulin
Hormon, das für die Steuerung des Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels im Körper eine zentrale Rolle spielt. Der Körper nutzt die Glucose aus der Nahrung, die im Blut transportiert wird. Sobald Glucose im Blut zur Verfügung steht, bildet die Bauchspeicheldrüse Insulin. Insulin bewirkt, dass die Zellen in der Leber sowie in den Muskeln und im Fettgewebe Glucose aus dem Blut aufnehmen und diese als „Brennstoff“ nutzen und in leicht verfügbare Energie umwandeln oder in Leber und Muskeln in Form von Glycogen speichern. Insulin wird nach jeder Mahlzeit gebildet; die Höhe der Insulinbildung hängt dabei von der Menge der aufgenommenen Kohlenhydrate ab. Ein zu hoher Insulinspiegel schadet jedoch dem Organismus.
